Leckerlis für Pferde - Eine Übersicht

Die Verwendung von Leckerlis als Belohnung für Pferde ist unter Pferdebesitzern ein kontroverses Thema. Während einige Pferdebesitzer auf diese Methode schwören, gibt es andere, die strikt dagegen sind. Dennoch ist der Markt für Pferdebelohnungen riesig, und es gibt unzählige verschiedene Produkte, die als Ergänzung zu natürlichen Leckerlis wie Karotten dienen. Doch welche Leckerlis sind sinnvoll? Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Arten von Pferdeleckerlis?

Der absolute Klassiker unter den Belohnungen sind Zuckerwürfel. Allerdings sind sie nicht die optimale Wahl. Zuckerwürfel können zwar zu Zahnsteinbildung führen, während Karies bei Pferden eine untergeordnete Rolle spielt. Daher sollten bevorzugt melassefreie Belohnungen gewählt werden.

Beim Kauf und der Verabreichung von industriell hergestellten Pferdeleckerlis gibt es einige wichtige Dinge zu beachten:

  1. Energiegehalt: Leckerlis enthalten Energie, daher sollte ihre Fütterung in Maßen erfolgen.

  2. Zusätzliche Stoffe: Viele kommerzielle Leckerlis sind mit zusätzlichen Stoffen wie Mineralstoffen angereichert. Wenn solche Stoffe bereits separat gefüttert werden, muss die Menge entsprechend angepasst werden.

  3. Haltbarkeit und Transport: Leckerlis aus getrocknetem Obst sind länger haltbar und leicht zu transportieren, wodurch sie eine praktische Wahl darstellen.

Natürliche Belohnungen in Form von Obst und Gemüse sind eine gesunde Alternative. Sie enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe, die zur Gesundheit des Pferdes beitragen.

Brot wird oft als Leckerli verwendet, allerdings sollte darauf geachtet werden, nur trockenes Brot in kleinen Mengen zu verfüttern, da es einen hohen Energiegehalt hat.

Die Frage des Futterlobs ist ebenfalls umstritten. Befürworter argumentieren, dass Pferde dadurch zum Lernen motiviert und schneller Fortschritte machen. Kritiker hingegen sind besorgt, dass Pferde betteln und frech werden könnten. Um unerwünschtem Verhalten vorzubeugen, können folgende Tipps helfen:

    1. Belohnungstonfall: Verwenden Sie einen spezifischen Tonfall, um dem Pferd zu signalisieren, dass es eine Belohnung verdient hat. Die Belohnung sollte unmittelbar nach dem erwünschten Verhalten erfolgen, um die Verbindung zwischen Tonfall, Belohnung und richtigem Verhalten herzustellen.

    2. Freches Verhalten nicht belohnen: Geben Sie niemals Leckerlis an freche oder unverschämte Pferde, da sie sonst lernen könnten, dass ihr schlechtes Verhalten belohnt wird.

    3. Ausgestreckter Arm: Geben Sie Leckerlis immer mit ausgestrecktem Arm und nicht direkt neben der Tasche, in der sich die Leckerlis befinden. Dies verhindert, dass das Pferd anfängt, die Tasche zu durchwühlen.

    4. Clicker-Training: Die Verwendung eines Clickers hat sich als effektive Methode erwiesen. Durch einen sofortigen Klick wird dem Pferd signalisiert, dass es eine Belohnung erhält, was zu einer Konditionierung führt. Auch wenn einige Pferdebesitzer Futterlob strikt ablehnen, gibt es Situationen, in denen es sinnvoll eingesetzt werden kann. Pferde, die langsamer lernen, können durch gezieltes Futterlob zusätzlich unterstützt werden. Darüber hinaus kann Futterlob als besondere Anerkennung für hervorragende Leistungen dienen. Es kann auch dazu beitragen, nervöse oder gestresste Pferde zu beruhigen, da das Kauen den Übergang vom Flucht- in den Verdauungsmodus fördert.

      Bitte beachten Sie, dass die Verwendung von Futterlob immer mit Bedacht und in angemessenen Mengen erfolgen sollte, um eine ausgewogene Ernährung und ein angemessenes Verhalten des Pferdes sicherzustellen.